Der Islam auf dem Vormarsch – Videovortrag von Dr. Hans-Peter Raddatz

In einem sechsteiligen Videovortrag äußert sich Orientalist, Volkswirt und Systemanalytiker Dr. Hans-Peter Raddatz zur Problematik des Islam im Kontext der freiheitlichen Gesellschaft. Der Islam, der die soziale Entwicklungsstufe des Säkularismus weder erreicht hat, noch von ihren Voraussetzungen her jemals erreichen kann oder wird, gerät zwangsweise in Konflikt mit einer aufgeklärten Gesellschaft, die die Trennung von „Staat“ und „Religion“ vollzogen hat.

Säkularismus und Laizismus einer Gesellschaft ist aber unabdingbare Voraussetzung der autonomen Einzelperson, die es nur kraft des allgemeinen, vernünftigen und für alle gleichen Gesetzes geben kann und nicht dort, wo Stammesdenken die Welt in ein heiliges “Wir” und ein unreines “Andere” aufteilt und den Rechtsstatus erst kraft Zugehörigkeit zur gleichen ethnischen und ideologischen Gruppe verleiht oder versagt, wie es im Islam getan wird.

Einstieg in das Thema der „Expansion (Vormarsch) des Islam“ in Deutschland und Europa.

Über den so genannten „Dialog“ zwischen den Religionen, der weitestgehend ohne direkte Bürgerbeteiligung abläuft, Kritiker ausgrenzt und im Kontext der zunehmenden Zentralisierung der Europäischen Union zu verstehen ist.

Die in der veröffentlichten Meinung behauptete Trennung zwischen „gutem Islam“ und „bösem Islamismus“ wird als reine Fiktion entlarvt. 80% aller Muslime, die nach den Vorschriften des Islam leben, haben keine wesentlichen Einwände gegen die Aktivitäten der „Islamisten“, da diese ihre Anleitungen für die Gewalt direkt aus dem Koran und der Prophetentradition beziehen. Da der Islam den Menschen seiner Individualität berauben und einem strengen Sittenkodex unterwerfen will, sind Gewalt und ein striktes System von Regeln unabdingbare Voraussetzungen für die Verbreitung und Herrschaft des Islam.

Der politisch begünstigte Vormarsch des Islam in Europa ist besonders durch die enge Zusammenarbeit der Europäischen Union mit der Organisation der Islamic Conference (OIC), der politischen Vertretung der Islamischen Welt, in der alle 57 islamischen Staaten organisiert sind, zu verstehen. Diese Zusammenarbeit läuft bereits seit Ende der 70er Jahre und versucht u.a. durch massive Beschneidungen der Meinungsfreiheit die Islamkritik gesellschaftlich zu verunglimpfen und in die Nähe von Angstpsychosen zu rücken.

Eine scharfe Kritik am ehemaligen Vizepräsidenten des Bundesverfassungsgerichtes, Winfried Hassemer, der mit seiner Schrift „Toleranz und Rechtsstaat“ alle Klischees des „Dialoges“ mit dem Islam begründet hat. Alle Verfassungsrichter werden von den etablierten Parteien ernannt und sind daher nicht unabhängig.

 

Abschließend wird die in der öffentlichen Diskussion vorherrschende Verharmlosung des Islam am Beispiel des Theologen Hans Küng dargestellt. Als Teilnehmer am so genannten „interreligiösen Dialog“ fordert er Verständnis für die Gewalt Mohammeds in seiner Zeit, denn Mohammed sei so religiös ergriffen gewesen, dass man die Gewaltverse des Koran verstehen müsse. Diese Position ist insofern problematisch und hochgradig leichtsinnig, da der so genannte Prophet Mohammed allen Muslimen bis heute als perfektes Vorbild dient, dem in allen Aspekten nachzueifern sei. Koran und Sunna gelten zudem im Islam als zeitlos gültig und sind eben nicht nur auf einen besonderen historischen Kontext bezogen.

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Dr. Hans-Peter Raddatz, geboren 1941, ist Orientalist, Volkswirt und Systemanalytiker. Der durch zahlreiche islamkritische Schriften und Vorträge zu diesem Thema bekannte Autor ist auch Koautor der renommierten „Encyclopaedia of Islam“, des Standardwerks der internationalen Orientalistik.

Zu Vertiefung in die Problematik empfehlen wir:

Hans-Peter Raddatz
Von Gott zu Allah ?
Christentum und Islam in der liberalen Fortschrittsgesellschaft
3. Auflage 2005, 528 Seiten
ISBN: 978-3-7766-3010-7
Herbig