Die Parallelgesellschafter

Bei der offiziellen Eröffnung von Deutschlands grösster Moschee vor acht Monaten suchte man den deutschen Bundespräsidenten vergebens. Die Bundeskanzlerin fehlte, die Oberbürgermeisterin von Köln fehlte, selbst der Bezirksbürgermeister von Köln-Ehrenfeld fehlte. Nicht ein einziger Bischof, Kirchenpräsident oder Rabbiner wohnte der Zeremonie bei.

Auch Fritz Schramma, der Ex-Oberbürgermeister der Stadt, der sich über Jahre gegen alle Widerstände hinweg für den Bau der Moschee eingesetzt hatte, war offenbar nicht erwünscht – man hatte ihm eine Einladung erst zwei Tage vor der Veranstaltung geschickt. Allein der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan erschien mit viel Gefolge am 29. September 2018 in Köln, um der Zentralmoschee der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (Ditib) seinen Segen zu geben. Kein Volksfest mit Beteiligung der Bevölkerung, wie es sich der CDU-Politiker Schramma gewünscht hatte, bekamen die Kölner serviert, sondern eine Ego-Show. Eine Machtdemonstration.

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