Iran richtet Frau wegen „Tötung ihres Vergewaltigers“ hin

Vor sechs Jahren wehrte sich die Iranerin gegen ihren Vergewaltiger und tötete ihn. Ein Gericht befand sie der vorsätzlichen Tötung für schuldig und verurteilte sie zum Tod am Galgen. Am vergangenen Mittwoch wurde das Urteil vollstreckt.

Jahroei hatte ihren Angreifer getötet und die Leiche aus Angst ausserhalb der Stadt verbrannt. Die Familie des Opfers habe sogar angeboten, gegen Geld auf die Todesstrafe verzichten zu wollen. Doch das Mullah-Regime kannte keine Gnade. Einen Tag vor der Hinrichtung soll vom Gefängnis aus die Zeit der Vollstreckung per Telefon mitgeteilt worden sein, zitiert die Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights einen ihrer Angehörigen.

Laut der Organisation Iran Human Rights wurden in diesem Jahr 217 Menschen im Iran hingerichtet. Offiziell seien es 64. Es soll die elfte Hinrichtung einer Frau in diesem Jahr sein.

Im vergangenen Jahr wurden laut Amnesty International mindestens 253 Menschen im Iran hingerichtet. Das sind allein die dokumentierten Exekutionen. Damit nimmt die Islamische Republik Iran nach China weltweit den zweiten Platz in Sachen Hinrichtung ein.

Herrn Steinmeier wird es freuen.