Da freuen sich die Mullahs: Breites Linksbündnis will in Marburg Islamkritik verbieten

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Marburg – Überall in Deutschland treiben – auf breiter Front im Schulterschluss mit radikalen Islamisten, Muslimbrüdern und Salafisten – linksgrüne Bündnisse die Islamisierung voran. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen alle islamkritischen Stimmen zum Schweigen gebracht werden. Eine davon gehört der Leiterin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam, Prof. Susanne Schröder. Ein großes Linksbündnis an der Universität Marburg, zu dem sogar der Asta gehört, will einen Vortrag der bundesweit bekannten Islamwissenschaftlerin verhindern. 

Wie die Junge Freiheit berichtet, gehören zu den Gruppen, die den Vortrag der Ethnologin Susanne Schröder am 5. Februar verhindern wollen unter anderem der SDS die Linke, der Vorstand des Allgemeine Studierendenausschuß (Asta) und das Autonome Schwulenreferat des Asta.

In einem dem ellenlangen verquasten Aufruf, der auch Angriffe gegen andere Islamkritikerinnen wie Alice Schwarzer und Necla Kelek enthält, sowohl das Kopftuch für Kleinkinder als auch den politischen Islam verteidigt und die Unterdrückung der Frau im Islam sogar teilweise abstreitet oder relativiert heißt es unter anderem:

Dr. Susanne Schröter ist bereits in der Vergangenheit durch Aussagen sowie die Organisation von Veranstaltungen aufgefallen, welche als antimuslimisch-rassistisch kritisiert wurden. Ein Beispiel dafür ist der Kongress „Das islamische Kopftuch – Symbol der Würde oder der Unterdrückung?“ welcher im Mai des letzten Jahres auf Schröters Initiative in Frankfurt stattfand. Im Rahmen des Kongresses sollte beide Seiten, also der von Befürwortern des Kopftuchs sowie der von denen, die das Kopftuch zum regressiven Symbol erklären, teils gar Kopftuchverbote fordern, Raum geboten werden – allerdings wurde der Position gegen das Kopftuch mehr Raum, mehr Redezeit geboten, es wurden mehr Rednerinnen geladen, die eine entsprechende Position vertreten haben. Vor dem Hintergrund, dass Schröter selbst das Kopftuch als „systemisches Symbol für etwas Repressives“ sieht, drängt sich der Verdacht auf, dass es bei dem Kongress nie um eine ausgewogene Diskussion ging.

Dass unter anderem ausgerechnet ein Schwulen- und Lesbenbenreferat für weitere Sätze mitverantwortlich zeichnen, mutet besonders befremdlich an:

„Indem Schröter sich auf der Seite von „Islamkritiker*innen“ und Befürworter*innen eines Kopftuchverbotes positioniert, positioniert sie sich auch gegen die Religionsfreiheit und verwehrt Frauen* das Recht auf Selbstbestimmung (die Behauptung, dass die Mehrheit der Kopftuchträgerinnen* dazu gezwungen werden, dieses zu tragen, ist empirisch nicht haltbar). Dies bedient außerdem das in den öffentlichen Debatten im Westen häufig anzutreffende Stereotyp der „unterdrückten arabischen Frau“ (das historisch immer wieder auch der Rechtfertigung von kolonialem Handeln diente); reale Veränderungen weiblicher Lebenswelten in der arabischen Welt spielen in den westlichen Debatten häufig keine Rolle. Die Debatte über das Kopftuch beispielsweise verstärkt die Vorurteile nur.“

Wie es um das Selbstbestimmungsrecht von Schwulen und Lesben in fast allen muslimischen Ländern bestellt ist, bedarf keiner weiteren Vertiefung. Im weiteren Verlauf des Pamphletes wird die Situation der Frauen in arabischen Ländern schön geredet und behauptet auch Frauen im Westen würden unter ähnlichen „patriarchalischen Kulturen“ leiden:

Sie stellt den angeblich freien Frauen* im grundsätzlich fortschrittlichen Westen die hilflosen, unterdrückten Anderen in der patriarchalen arabischen Welt gegenüber. Dies führt zu einer Idealisierung der Situation der Frauen* im Westen und erkennt die Komplexität und Widersprüchlichkeit der Lebensrealitäten von Frauen* in anderen Kulturen nicht an (es lässt sich nicht abstreiten, dass der Islam – wie alle anderen Religionen auch – patriarchale Strukturen verfestigt hat, aber es ist problematisch, an der Stelle zu pauschalisieren, Komplexitäten nicht anzuerkennen und patriarchale Strukturen in ‚anderen Kulturen‘ aber nicht mit Bezug auf den Westen auszumachen).

Nach einer rhetorischen sophistischen Verklausulierung, wonach es den „politischen Islam“ gar nicht gäbe, fordern die Verfasser des Traktates ganz im Sinne des Mullah-Regimes, von dem sie sich ein paar Absätze vorher distanzieren und eine Kumpanei brüsk zurückweisen, ein Verbot der Veranstaltung. Da heißt es zum Abschluss:

Wir denken nicht, dass Schröters Vortrag ein sachlicher, wissenschaftlich wertvoller Beitrag zur Thematik sein wird, sondern befürchten, dass der Vortrag von Populismus und rassistischen Pauschalurteilen geprägt sein wird. Es geht bei der Kritik an der Veranstaltung nicht darum, eine Diskussion zu verunmöglichen, sondern darum, zu hinterfragen und zu kritisieren, dass in Zeiten, in denen gesellschaftlich bereits ein antimuslimisches Klima vorherrscht, welches von Parteien von der CDU bis zur AfD befeuert wird und ganz real zu antimuslimischen Angriffen führt, auch im akademischen Rahmen derartigen Positionen weiterhin zusätzlicher Raum geboten werden soll.“

Bereits im April vergangenen Jahres hatte laut JF eine von Schröter organisierte Konferenz an der Universität Frankfurt zu Protesten geführt. Damals war in sozialen Medien ihre Entlassung gefordert worden. Prof. Susanne Schröter, Tochter der verstorbenen Frankfurter Islamkritikerin Hiltrud Schröter, ist Mitbegründerin der „Initiative säkularer Islam“, zu der neben Hamad Abdel-Samad auch der Psychologe Ahmad Mansour gehört. Mansour, der gleichfalls ins Feindbild der Linken passt, hatte 2018 auf das zunehmende religiöse Mobbing durch islamische Schüler an Schulen hingewiesen. (KL)