Schon wieder: Afrikanischer Islamist stört Gottesdienste – Polizei beschwichtigt

Symbolfoto:Von Goran Jakus/shutterstock

Leer – Bereits am 12. Januar hatte Afrikaner mit lautem Allahu-Akbar-Gebrüll die Sonntagsgottesdienste in drei Kirchen in Ostfriesland massiv gestört. Nun hat der 33-jährige Mann von der Elfenbeinküste seine koranische Missionsarbeit, „Ungläubige zu bekehren“ wieder aufgenommen und zwei Kirchen im Raum Leer verbal attackiert. Erneut wurde er später von der Polizei vorübergehend festgenommen, doch anders als beim letzten Mal nicht in eine „Fachklinik“ eingeliefert, sondern wieder auf freien Fuß gesetzt, da von ihm „keine Gefährdung ausgeht“.  

Der erste Fall im Januar dieses Jahres wirbelte zumindest im Norden und in den Medien der Gegenöffentlichkeit viel Staub auf. Damals drang der radikalislamische Ivorer in gleich drei Kirchen in Rhauderfehn ein. Einige Menschen rannten sogar in Panik aus der Kirche. Nun attackierte der 33-Jährige wieder zwei Kirchen im nur wenige Kilometer entfernten Loga, einem größeren Stadtteil von Leer. Die Polizei, die den Vorfall diskret herunterspielt, schreibt von „Ausrufen mit religiösem Hintergrund“. Nach Schilderung der Beamten hatte der Afrikaner mit Wohnsitz in Rhauderfehn am Sonntag kurz nach 10 Uhr die Reformierte Kirche in der Straße Am Schlosspark betreten. Nach seiner Verbalattacke wurde er von der Pastorin hinausbegleitet. Zwanzig Minuten später wiederholte sich die gleiche gespenstische Szene in der nicht weit entfernten Friedenskirche in der Hindenburgstraße.

Dazu heißt es im Polizeibericht: „Auch während des dort stattfindenden Gottesdienstes störte der Mann diesen durch vorgenannte Ausrufe. Nachdem ebenso in diesem Fall der Pastor den 33-Jährigen aus dem Kirchengebäude hinausbegleitet hatte, begab sich der Mann zum Bahnhof in Leer, wo er durch Polizeibeamte angetroffen wurde. Aufgrund seines Verhaltens wurde eine Mitarbeiterin des Landkreises Leer hinzugezogen, die weitere Maßnahmen prüfte. Nach abschließender Beurteilung ging in keinen dieser Fälle eine Gefährdung für andere Personen von dem 33-Jährigen aus, sodass der Mann aus den Maßnahmen entlassen wurde. Zu der Beurteilung zählten insbesondere Angaben von Zeugen, die mitteilten, dass der 33-Jährige zu keinem Zeitpunkt gewalttätiges oder aggressives Verhalten zeigte.“

Fünf Störungen der Gottesdienste in drei Wochen

Ähnlich spielte die Polizei die Vorfälle vom 12. Januar herunter (Jouwatch berichtete). Die Beamten sahen in den Attacken des mutmaßlichen Muslims keine politisch motivierte Tat, sondern nur eine „geistige Verwirrung.“ Der Schwarzafrikaner, der sich damals heftig gegen seine Festnahmen wehrte, wurde in eine Fachklinik gebracht. Bei seiner Durchsuchung konnten keine Waffen oder anderweitige gefährliche Gegenstände aufgefunden werden. Dennoch hatten Beamte des Staatsschutzes der Polizeiinspektion Leer/Emden damals die Ermittlungen aufgenommen, die ergaben, dass es sich  nicht um eine politisch motivierte Tat gehandelt habe. Während der Sachverhaltsaufnahme machte der 33-jährige einen verwirrten und psychisch auffälligen Eindruck. Aus diesem Grund wurde auch der Landkreis Leer über den Vorfall in Kenntnis gesetzt. Aufgrund seiner psychischen Auffälligkeiten wurde der Afrikaner Mitte Januar in eine Fachklinik eingewiesen. „Durch die Staatsanwaltschaft Aurich wurden weitere Maßnahmen zur Sachverhaltsklärung beschlossen,“ hieß es damals aus Polizeikreisen. Was die Ermittlungen gebracht haben, konnten die Gottesdienstbesucher am vergangenen Sonntag mit beiden Ohren hören. (KL)