Zentralrat der Muslime fordert islamische Fernsehsendungen

Jakub Szypulka; CC BY-SA 3.0; siehe Link)

Der Vorsitzende des vom Verfassungsschutz als „problematisch“ eingestuften islamischen Vereins „Zentralrat der Muslime in Deutschland“ (ZMD), Aiman Mazyek, befürchtet, dass viele Moscheen die finanziellen Folgen der Corona-Krise nicht überstehen werden. Darüber hinaus fordert der eifrige Islamfunktionär – aufgrund von geschlossenen Moscheen – „Ergänzungsangebote“ für die Islamgläubigen: Die öffentlich-rechtlichen Sender sollen ein moslemisches Programm anbieten.

„Vor allem nichttürkische Moscheen werden voraussichtlich einen herben finanziellen Verlust erleiden, weil sie von den Kollekten bei den wöchentlichen Freitagsgebeten und vor allem im Ramadan leben“, so das Gejammer des Vorsitzenden des vom Verfassungsschutz als „problematisch“ eingestuften islamischen Vereins „Zentralrat der Muslime in Deutschland“, Aiman Mazyek gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Für viele Moscheen würde das das „Aus“ bedeuten, so das Wehklagen Mazyeks weiter.

Nachdem es dieses Jahr bereits am 24. April soweit ist und der Ramadan beginnt, aber mutmaßlich über dieses Datum hinaus die Corona-Maßnahmen andauern werden, will Mazyek, dass die öffentlich-rechtlichen TV- und Radiosender als Ausgleich zu den geschlossenen Moscheen ein Angebot für Muslime schaffen. Dazu wolle der Zentralrat der Muslime mit den Sendern telefonieren, berichtet hierzu das Domradio.

Der ZDM umfasst nach eigenen Angaben 300 Gemeinden. Mit seinen circa 15.000 bis 20.000 Mitgliedern repräsentiert er nur rund ein Prozent der in Deutschland lebenden Muslime, gebärdet sich jedoch als Sprachrohr der muslimischen Communitiy. (SB)