Herford: SPD- Bürgermeister erlaubt dauerhaft den Muezzinruf

Muezzin (Symbolfoto: Von Petr Bonek/Shutterstock)

Im ostwestfälischen Herford  wurde, zu Beginn des Shutdown, der Muezzinruf in der dortigen DITIB- Gemeinde täglich genehmigt.

Auch nach der Lockerung der Corona- Beschränkungen darf der Gebetsruf ertönen. Bürgermeister Tim Kähler von der SPD, erlaubte den Muezzinruf dauerhaft. Die Genehmigung beschränkt sich darauf, dass diese Kampfansage an alle anderen Religionen, nur freitags ertönt.

Bereits vor 2 Jahren sorgte die Merkez- Camii- Moschee in Herford für negative Schlagzeilen. Damals führten Kinder in Uniformen eine Schlachtszene aus dem 1. Weltkrieg in der Moschee auf. Der Stern berichtete, die Kinder trugen Kampfanzüge und Spielzeuggewehre. Das Schauspiel in der DITIB-Moschee wurde auf Video festgehalten und später ein Clip auf der Facebookseite des Vereins gepostet. Zu sehen sind Kinder, die gefallene Soldaten spielen und als Märtyrer mit einer großen türkischen Flagge bedeckt werden.

Die AfD Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag hatte seinerzeit das Thema auf die Tagesordnung des Innenausschusses setzen lassen. Konsequenzen für die Moschee gab es keine.

Im Integrationsrat der Stadt Herford herrscht Kopfschütteln. Offensichtlich war man dort in die-Entscheidung, den Muezzinruf zu verlängern, nicht mit einbezogen worden. Der Vorsitzende Dogan Karacan wird mit folgenden Worten zitiert.

»Ich stamme aus einer jesidischen Familie. Wir sind aus der Türkei geflüchtet, um diesen Ruf nicht mehr hören zu müssen. Jetzt erschallt er plötzlich hier in Herford.«

Markus Wagner, Chef der Düsseldorfer AfD- Fraktion kommentiere die umstrittene Entscheidung wie folgt:

»Religionsfreiheit bedeutet auch den Schutz von öffentlicher religiöser Indoktrination. Wer das muslimische oder sonst irgendein Glaubensbekenntnis hören will, kann dafür in die Moschee oder die Glaubensörtlichkeit seines Vertrauens gehen. Im öffentlichen Raum haben Gebetsrufe nichts verloren.«

Quelle: Deutschland Kurier