Lehrerverband: Studie zu Islamismus gefordert

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Islamismus gilt unter Lehrern als Tabuthema. Eine bundesweite Bestandsaufnahme zum Umgang mit Islamismus und islamistischen Tendenzen an Schulen fordert, nach der Ermordung des französischen Lehrers Samuel Paty, der Deutsche Lehrerverband.

Eine anonyme Umfrage unter allen Lehrern regte der Verbandschef Heinz-Peter Meidinger an. Zudem äußerte er, dass es an Unterstützungsangeboten für Schulen und Pädagogen fehlte. Des Weiteren  würden ausgebildete Experten  fehlen. Meidinger schlug die Einrichtung von Ombudsstellen vor. “an die sich betroffene Lehrkräfte auch jenseits des Dienstwegs jederzeit vertraulich wenden können”.

Die grausame Ermordung und Enthauptung des französischen Lehrers Samuel Paty entzündete auch in Deutschland eine Debatte über den Umgang mit muslimischen Schülern. Wie umgehen mit Schülern aus streng islamischen, fundamental islamischen oder extremistischen Elternhäusern und mit Schülern die im Internet oder in Moscheegemeinden radikalisiert wurden?

Der Deutsche Lehrerverband spricht von einem Tabuthema, über das sich viele Lehrer nicht offen äußerten, auch weil sie sich der Rückendeckung durch Schulleitung und Politik oft nicht sicher seien.
Ihn habe der jetzt veröffentlichte interne Emailverkehr im Lehrerkollegium von Samuel Paty, der zeige, dass auch Kolleginnen und Kollegen dem Mordopfer in den Rücken gefallen seien, tief erschüttert, so Verbandspräsident Meidinger. “Ich hoffe, dass das in Deutschland anders ist.”

Quelle: Domradio

U.Br.