BPE-Studio: Der Chef des Islamischen Staates in Deutschland vor Gericht

Ahmad Abdulaziz Abdullah Abdullah, der sich selbst Abu Walaa nennt, gilt als der Chef des Islamischen Staates in Deutschland. Seine moslemischen Anhänger sprachen ihn ehrfurchtsvoll mit „Hodscha“ an, das heißt „Lehrer“. Er brachte ihnen arabisch bei, um den Koran im Original zu lesen. Abu Walaa veranstaltete mehrtägige Seminare, bei denen er junge Moslems für den „Heiligen Krieg“ gegen „Ungläubige“ begeisterte. Mindestens zwei Dutzend junge Moslems soll Abu Walaa zum Islamischen Staat nach Syrien und in den Irak geschickt haben. Laut Zeugenausage sollen alle künftigen Dschihadisten vor ihrer Ausreise in den Islamischen Staat zu Abu Walaa nach Hildesheim gekommen sein, damit sie dort den „ideologischen Feinschliff“ erhielten. Zwei der Rekrutierten sollen im Irak Selbstmordattentate mit 150 Todesopfern verübt haben. Jetzt steht „der Hodscha von Hildesheim“ im bislang größten Islamisten-Prozess Deutschlands in Celle vor Gericht. Seine zwei Frauen und sieben Kinder werden vermutlich noch einige Zeit auf Abu Walaa warten müssen, denn ihm drohen 11 ½ Jahre Haft. Das Urteil wird für Mittwoch, 24.2.2021 erwartet.