Etikettenschwindel: Laschets NRW arbeitet weiter mit islamischen Verfassungsfeinden zusammen

Die „Reformierung“ des staatlichen Islamunterrichts in Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland unter der Ministerpräsidentschaft des Unionsvorsitzenden und -kanzlerkandidaten Armin Laschet ist eine Mogelpackung von explosiver Tragweite: Ditib und andere verfassungsfeindliche Organisationen dürfen weiterhin unbehelligt mitmischen.
Das, was hier als „Reform“ bezeichnet wird, ist nichts anderes als alter Wein in neuen Schläuchen: Statt „Beirat“ heißt das zuständige staatlich-religiöse Gremium jetzt „Kommission“, und darin darf weiterhin Erdogans hiesige U-Boot-Organisation Ditib ihr Unwesen treiben. Noch schlimmer ist die Mitwirkung der Islamischen Religionsgemeinschaft NRW – und auch diese ist eine umlackierte Tarnorganisation: Hinter ihr verbirgt sich niemand anderes als die verbotene Vereinigung Milli Görüs.
Deren Gründer Necmettin Erbakan gilt als Spiritus Rector und Mentor des türkischen Staatschefs und tat sich durch antisemitische Volksverhetzung hervor, etwa durch Aussagen wie diese: „Seit 5700 Jahren regieren Juden die Welt. Es ist eine Herrschaft des Unrechts, der Grausamkeit und der Gewalt. Sie haben einen starken Glauben, eine Religion, die ihnen sagt, dass sie die Welt beherrschen sollen.
Und auch Erdogans über die türkische Religionsbehörde Dyanet gelenkten Ditib-Trolle sind nicht besser; das, was ihr Führer in Ankara bei zahlreichen Gelegenheiten verlautbaren lässt –  „Jerusalem ist unsere Stadt, ist eine Stadt von uns“ – ist immer wieder auch in Predigten hierzlande zu hören.
Auf Du und Du mit Antisemiten
Angesichts dieser „Partner“ der Laschet-Landesregierung in Schul- und Bildungsfragen wünscht man sich beinahe schon, dass auch der hochumstrittene Zentralrat der Muslime unter seinem Präsidenten Amman Mazyek (ZMD) – der selbst dubiose und fundamentalistische Mitgliedsverbände in seinen Reihen hat – in der „Kommission“ beteiligt wäre; doch ausgerechnet sie sind dort ab sofort nicht mehr vertreten. Die Islamkritikerin und SPD-Politikerin Lale Akgün, die auf Facebook über die Hintergründe dieser kreidefresserischen Islamistenhofierung in NRW berichtet, erklärt hierzu: „Ich bin nun sicher keine Busenfreundin von Aiman Mazyek und dem Zentralrat der Muslime, aber ich verstehe wirklich nicht, warum der ausgeschlossen worden ist und Ditib und die Islamische Gemeinschaft mitmachen dürfen. Die geben sich nichts.
Und weiter scheint Akgün: „Natürlich könnte man darüber lachen, dass Frau Ministerin Yvonne Gebauer Ditib als ’staatsunabhängig und eigenständig‘ bezeichnet, wenn es nicht so traurig wäre. Wahrscheinlich hat die Ministerin vom Tuten und Blasen keine Ahnung und sie weigert sich Stellung zu den Vorwürfen zu beziehen. Kleiner Tipp: ihre Mitarbeiter könnten ihr so einen kleinen Sprechzettel vorbereiten.
Die antiintegrative, islamisierungsförderliche Grundhaltung in NRW nimmt vorweg, was nicht nur unter einer Kanzlerin Baerbock, sondern auch einem Kanzler Armin Laschet zu erwarten ist: Noch mehr Blauäugigkeit und Leichtsinn im Umgang mit Feinden unserer Grundordnung. Die Saat dieser Fahrlässigkeit wird schneller aufgehen, als den Herrschenden – und ihren Wählern – lieb ist. (DM)