NRW: Moscheeverein plant islamisches Internat nur für Jungen in Gladbeck

Der Bauherr des geplanten Internats, der Gladbecker Moscheeverein Interkulturelles Bildungszentrum Gladbeck e. V. (IBG), gehört zum Dachverband VIKZ (Verband der islamischen Kulturzentren). Geplant war das Internat schon für 2020. Coronabedingt ging der Verein erst jetzt mit seinem Vorhaben an die Öffentlichkeit. Nach eigenen Aussagen will der Verein für Transparenz sorgen. Eine geplante Bürgerversammlung wurde deshalb mitsamt den Bauplänen zunächst auf Eis gelegt.

Gebaut werden soll auf einem städtischen Grundstück. Das islamische Jungenwohnheim, wie es verniedlicht in der Presse heißt, soll im Garten des einstigen Pfarrhauses neben der Roßheideschule und dem Sportpark Mottbruch entstehen. Der Moscheeverein soll das Grundstück als Erbpachtvertrag von der Stadt Gladbeck erhalten.

Zum VIKZ findet man auf Wikipedia folgende Einträge:

In einem im Auftrag des hessischen Sozialministeriums erstellten, unveröffentlichten Gutachten der Marburger Turkologin Ursula Spuler-Stegemann aus dem Jahre 2004 soll es heißen, die Heime dienten entgegen anderslautenden Beteuerungen „fast ausschließlich islamischer Lehre und der Einübung in die Glaubenspraxis“ und seien „absolut integrationshemmend“. Die Schüler würden in einen „strengstens scharia-orientierten“ Islam „hinein-indoktriniert und gegen das Christentum wie auch gegen den Westen ebenso immunisiert wie gegen unser Grundgesetz“

Was ein streng Scharia orientierter Islam bedeutet, dass kann die Weltöffentlichkeit derzeit in Afghanistan beobachten.

Im Jahre 2008 zitierte die lokale Zeitung Kölner Stadt-Anzeiger Vorwürfe gegen den VIKZ aus einem Dossier der Kölner Polizei aus dem Jahr 2006, das sich auf Spuler-Stegemann beruft. Darin wurde dem Verband vorgeworfen, er sei antiwestlich, antidemokratisch und antijüdisch, Kinder würden in den Koranschulen des VIKZ geschlagen, der „heilige Krieg“ und das Märtyrertum würden in Predigten verherrlicht und ein „Strategiepapier“ gebe umfassende Anweisungen zur „Verdunkelung“ illegaler Umtriebe.[22] Der VIKZ wies die Vorwürfe in einer Presseerklärung und zurück. Er berief sich dabei auf seine 35-jährige Arbeit. „Heiliger Krieg“ nach dem religiösen Verständnis des VIKZ gebe es nicht und Dschihad verstehe er nur als Dienst an den Menschen.[23] Das Polizeidossier lieferte keinen Ansatz für strafrechtliche Verfolgung, noch ergab es Beweise für eine Beobachtung durch die Verfassungsschutzämter; es hatte auch keine Konsequenzen für die Zusammenarbeit des VIKZ mit staatlichen Behörden.[24]

Die Aussagen des VIKZ, es gäbe keinen „Heiligen Krieg“ und Dschihad sei Dienst am Menschen, können getrost ins Reich der Märchen verbannt werden.

Am 28.08.2021 kam es zu einer, von Politikern geforderten Bürgerversammlung, auf der der Moscheeverein seine Pläne erläuterte. „Wir bekennen uns zur monoedukativen Erziehung im Alter der Pubertät, es gibt viele pädagogische Ansätze, die dem zustimmen, nicht nur bei Muslimen“, sagte Betül Coker von der IBG. Monoedukative Erziehung bedeutet, dass Mädchen und Jungen streng getrennt unterrichtet werden. Ob auch die Unterrichtsinhalte sich bei Mädchen und Jungen unterscheiden, darüber schwieg Frau Coker.

Der LWL  scheint ebenfalls keine Bedenken gegen ein Internat, in dem mutmaßlich Grundsätze der Scharia gelehrt werden, zu haben,

„Wir prüfen bei jeder privaten Trägerschaft eingehend, ob das Kindeswohl gewährleistet ist, bevor wir eine Betriebserlaubnis geben“, informierte Matthias Lehmkuhl vom LWL-Landesjugendamt Westfalen. „Schutzkonzept, Personal,- und Betreuungsschlüssel, Zuverlässigkeit, Einbeziehung der Sorgeberechtigten, Dialogbereitschaft“. Auch seien in Zukunft die 1991 abgeschafften „Spontanbesuche“ bei Einrichtungen nach neuer Gesetzeslage wieder möglich. Nach Prüfung der bisherigen Antragsunterlagen, insbesondere des pädagogischen Konzeptes und der Baupläne, sieht das Landesjugendamt (LWL) bislang keine Probleme, die Erlaubnis für den Betrieb der Bildungseinrichtung mit Jungenwohnheim. zu erteilen.

Bürgerdialog, wie angekündigt, fand dann auf der Bürgerversammlung offenbar nicht statt. Kritischen Stimmen wurde das Wort entzogen. Ein Kritiker des islamistischen Internats wurde gar des Raumes verwiesen. Viele verärgerte Bürger verließen die Veranstaltung vorzeitig

AfD und CDU stehen den Plänen kritisch gegenüber. Sie lehnen das Internat entschieden ab. Alle anderen Parteien sehen noch Informationsbedarf. Mittlerweile haben 3 Ortsvereine der SPD ihre Zustimmung zum Bau des islamischen Internats signalisiert. Da die Schüler am Vormittag eine Regelschule besuchen, ist diese Einrichtung aus Sicht der SPD kein Internat.

AfD und CDU sehen im geplanten Projekt eher ein Integrationshindernis als einen Beitrag zur Integration.

Die AfD stellt zudem die wichtige Frage nach der Finanzierung. Wie hoch die Erbpacht sein wird, darüber gibt es bisher keine Zahlen. Der Vertreter des VIKZ soll der AfD gegenüber geäußert haben, das Internat wird durch Spenden und Kredite finanziert. Die Kredite wiederum kämen von in Deutschland ansässigen Banken. Zu weiteren Auskünften war man offenbar auf VIKZ Seite nicht bereit.

Anfang Oktober wird in verschiedenen Ausschüssen im Rat weiter über das Bauvorhaben diskutiert werden. Die AfD wird am Ball bleiben und alle politischen und juristischen Mittel ausschöpfen, um dieses Bauvorhaben zu verhindern.

Die Bürgerbewegung PAX EUROPA nahm die Pläne der IBG zum Anlass, um dort am 13. September 2021 eine Flyer-Verteilaktion durchzuführen. Unterstützung gab es vor Ort von engagierten Bürgern aus Gladbeck.

Verteilt wurden die Flyer

Brennpunkt Politischer Islam

und

Flyer zu Aussagen moslemischer Funktionäre

Quelle:

WAZ 29.08.2021

WAZ 27.08.2021

Ulrike Braukmann